Warum Einmalhandschuhe so wichtig sind
In der häuslichen Pflege schützen Einmalhandschuhe beide Seiten — die pflegende Person vor Krankheitserregern und die zu pflegende Person vor möglichen Keimen über die Haut. Sie gehören zu den Verbrauchshilfsmitteln nach §40 SGB XI und sind in jeder Pflegebox enthalten.
Die drei Materialien im Überblick
Latex
- Tastsensibilität: sehr hoch
- Reißfestigkeit: sehr gut
- Nachteil: Latexallergie bei ca. 1 % der Bevölkerung — und steigend
- Empfehlung: nur, wenn Allergie ausgeschlossen
Nitril
- Tastsensibilität: hoch
- Reißfestigkeit: hervorragend, auch chemikalienbeständig
- Nachteil: etwas teurer als Vinyl
- Empfehlung: bester Kompromiss für die häusliche Pflege
Vinyl
- Tastsensibilität: mittel
- Reißfestigkeit: ausreichend
- Nachteil: weniger elastisch, eher für kurze Anwendungen
- Empfehlung: Hygienesituationen ohne Kontakt mit Körperflüssigkeiten
Worauf Sie beim Kauf achten sollten
- PG-Nummer vorhanden (Eintrag im Pflegehilfsmittel-Verzeichnis)
- CE-Kennzeichnung
- AQL-Wert ≤ 1,5 (Acceptable Quality Limit für Dichtigkeit)
- Puderfrei — Puder kann Hautreizungen verursachen
- Passende Größen (S, M, L) für alle Pflegenden
Was kostet das?
Über die Pflegehilfsmittel-Pauschale (42 €/Monat) zahlen Sie nichts — die Box wird direkt mit Ihrer Pflegekasse abgerechnet. Anbieter-Vergleich finden Sie auf der AOK-Pflegebox-Seite.
Fazit
Für 95 % aller Pflegesituationen sind Nitril-Handschuhe die beste Wahl: keine Allergiegefahr, hohe Tastsensibilität, sehr gute Schutzwirkung. Lassen Sie sich diese explizit bei der Bestellung in die Pflegebox legen.